Die Damenstiftskirche von Quedlinburg, die den Mittelpunkt des zumWelt-Kulturerbe erklärten Denkmalsensembles Quedlinburg bildet, ist fürdie architekturhistorische Forschung zum Früh- und Hochmittelalter einProblem. Während der heute bestehende Bau 1129 im Beisein Kaiser Lothars III. geweiht wurde und die Architektur der ersten Hälfte des 12.Jahrhunderts weit über die Harzregion und Sachs…
Neben den bekannten Zentren des Neuen Bauens wie Berlin und Frankfurt entstanden auch im Ruhrgebiet Bauten, die als bedeutende Beiträge zur Architektur der Weimarer Republik zu zählen sind. Maßgeblich für die bauliche Entwicklung der Industriemetropole Essen in dieser Zeit war der seit 1908 dort tätige Architekt Edmund Körner (1874–1940).Die von Barbara Pankoke vorgelegte Monographie un…
Die Stiftskirche in Neustadt an der Weinstraße ist der bedeutendste gotische Kirchenbau in der Pfalz. Das Wahrzeichen der Stadt wurde als Grablege der pfälzischen Wittelsbacher geplant und musste den repräsentativen Ansprüchen dieser reichspolitisch bedeutenden Familie genügen. Noch vor dem Abschluss der Bauarbeiten wurde die ursprüngliche Planung aufgegeben. Das Interesse der rheinischen…
Nachdem man vor einem Jahrzehnt etwas voreilig das Ende der Utopien ausgerufen hat, erlebt die Beschäftigung mit Stadtutopien derzeit wieder ein Revival. Es hat sich schon bald herausgestellt, dass Architektur ohne Utopie nicht bestehen kann, will sie sich nicht in Banalitäten erschöpfen. Dies gilt vor allem für das komplexe Gebilde der Stadt, das jede Epoche neu definiert und gestaltet. Vo…
Leben und Wirken des weit über Deutschland hinaus bekannten Kunstgewerblers und Architekten Peter Behrens (1868–1940) in der Zeit der NS-Diktatur liegen nach wie vor im Dunkeln.Behauptet wurden immer wieder die vermeintliche Anbiederung und Kooperation mit den NS-Mächtigen – allen voran dem "Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt Berlin" Albert Speer und damit mittelbar auch Hitler…
Zu keiner Zeit wurden mehr Kirchen in Deutschland gebaut als in den fünfziger Jahren. In dieser Dekade vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil konkurrierten konservativ historisierende Strömungen mit den fortschrittlichsten Vertretern einer liturgischen Erneuerung. Letztere verknüpften ihre inhaltlichen Forderungen auch mit architektonischen Neuansätzen. Der Würzburger Dombaumeister Hans SchÃ…
Nachdem 1815 die Preussen die Herrschaft am Rhein übernommen hatte, bauten sie am Zusammenfluss von Rhein und Mosel die alte, ehemals kurtrierische, später französische Stadt Koblenz zur größten und modernsten Festung Europas aus. Verschiedene Bauten dieser Anlage, die sich über ein Areal von rd. 20 qkm ausbreitete, sind bis heute erhalten, darunter die Festung Ehrenbreitstein als Teil de…
Böhmens Barockgotik stellt einen höchst eigenwilligen Beitrag zur mitteleuropäischen Baukunst dar. Für die Würdigung dieser Sonderentwicklung genügt es nicht, auf Dinge wie Traditionsgebundenheit der süddeutschen Steinmetzlehre oder Wünsche einzelner Bauherren hinzuweisen. Wichtig erscheint vor allem, daß es sich bei Spätgotik und Barock um zwei verschiedene Architektursysteme handelt…
Johann Friedrich Eosander trat 1699 in die Dienste Friedrichs III., des späteren ersten preussischen Königs. Brandenburg-Preussen bot am Vorabend der Königskrönung von 1701 beste Aussichten für einen Aufstieg als Architekt; Eosander ergriff und nutzte diese Chance. In den 14 Jahren bis 1713 machte er im Bauwesen, der Militärhierarchie und als Diplomat Karriere. Die Spitzenposition in der …
Erstmals wird hier eine architekturgeschichtliche Monographie zur 'Ersten sozialistischen Stadt auf deutschem Boden' vorgelegt. Im Mittelpunkt der städtebaulichen Analyse steht die Frage nach der Idealstadtkonzeption. Ausgehend vom Anspruch der Planer, einen guten und schönen Lebensraum für alle schaffen zu wollen, wird in einer doppelten Brechung der Reflexion das städtebauliche Konzept an…